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Barracudas brechen ein PDF Drucken E-Mail
1. Herren News
Dienstag, 06. Juli 2010 um 10:38 Uhr
Ein Totalausfall am Anfang des zweiten Drittels beschert dem SSK eine 10:5 Niederlage in Velbert

 

Nur eine Rumpftruppe konnten die Kerpen Barracudas in das letzte Spiel vor der Sommerpause schicken. Wegen vieler Verletzungen standen Trainer Solomon Saivanidis nur sieben Feldspieler aus der ersten Mannschaft und Torwart Ramian Fathi zur Verfügung. Damit die Barracudas zumindest zwei Blöcke aufbieten konnten, machte Thorsten Odenthal sein Comeback nach zweieinhalb Jahren Abwesenheit in der zweiten Bundesliga. Die Hausherren dagegen konnten drei Blöcke ins Spiel schicken und waren dadurch in der Favoritenrolle.

Was die Spielanteile anging bestätigten die Commanders ihre Position von Beginn an. Velbert machte das Spiel und Kerpen lauerte auf Konter. Doch im vier-gegen-vier konnten ein gut aufgelegter Fathi und die Defensive des SSK das Spiel lange ausgeglichen gestalten. Selbst als Pascal Fontes in der fünften Minute eine große Strafzeit aufgebrummt bekam, konnten die Commanders dies nicht zur Führung nutzen. Im Gegenteil, bei einem Befreiungsangriff stocherte Jens Schipplock den Ball ins Tor zur 1:0 Führung für die Barracudas. Erst in der zehnten Minute konnte Christopher Pickhardt im Nachsetzen den Ausgleich durch ein Powerplaytor erzielen. In der Folge präsentierte sich Kerpen überraschend gut. Die Barracuda-Rumpftruppe spielte mit und ging sogar erneut in Führung. Christian Miltz erzielte in der 20. Minute den 1:2 Pausenstand, der Kerpen mit gutem Selbstvertrauen in die Kabine schickte.

 

Umso überraschender war die Entwicklung ab der 21. Minute. Vom Bully weg brauchte Pickhardt nur sechs Sekunden um den Ausgleich herzustellen. Das 3:2 durch Markus Winzen fiel nur 42 Sekunden später. Was nun folgte war ein Debakel für den SSK. Nur 19 Sekunden später erzielte Martin Schmitz mit einem Schuss von hinter der Mittellinie das 4:2. Nun schien Torhüter Fathi für die Dauerbelastung im ersten Drittel unter den hohen Temperaturen seinen Preis zu bezahlen. Denn auch bei dem Doppelschlag in der 25. Minute, der das Ergebnis auf 6:2 hochschraubte, sah man dem Schlussmann die Erschöpfung an. Er wurde in dieser Phase allerdings auch von seiner Mannschaft bitter im Stich gelassen. Zum Glück für Kerpen kassierte Schmitz, der im Hinspiel, wie auch heute, durch besonders unsportliches Verhalten und unfaires Spiel auffiel, kurz nach seinem zweiten Treffer eine Fünfminutenstrafe. Durch die Überzahl fingen sich die Barracudas wieder und Andre Friedrichs konnte per Direktabnahme den 3:6 Anschlusstreffer erzielen. Leider folgte dem Anschluss nur 55 Sekunden später das 7:3 durch Winzen. Trotzdem hatten sich die Gäste gefangen und spielten langsam wieder mit. So konnten beide Teams bis zur Pause noch zwei Treffer erzielen, was zum 9:4-Pausenstand führte.

 

Das Spiel schien entschieden. Zu gering waren die Mittel des SSK an diesem Tag. Bei den hochsommerlichen Temperaturen konnten die zwei Blöcke des SSK nichts mehr ausrichten. Und wenn Kerpen schien ins Spiel zurückzukommen, vermasselten es sich die Barracudas durch dumme Strafzeiten. Einer unnötigen Zehnminutenstrafe gegen Christian Miltz folgte der negative Höhepunkt des letzten Drittels. Thorsten Odenthal checkte einen Velberter von hinten gegen die Bande und kassierte eine vollkommen verdiente Spieldauerdisziplinarstrafe. Spätestens nun war das Schicksal des SSK besiegelt und das 10:5 durch Winzen die logische Folge, sowie der Endstand dieser Partie.

 

Eine Niederlage, die besonders schmerzt. Die Commanders sind ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt und haben durch diesen Sieg einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem SSK. Der steht nun mit dem Rücken zur Wand und muss sich in der Sommerpause mit ansehen was die Konkurrenz macht. Dabei ist zu erwarten, dass auch der TSV Bernahrdswald an den Barracudas vorbeiziehen wird und sich Kerpen im August auf einem Abstiegplatz befindet. Dann sind die vier ausstehenden Spiele nach der Sommerpause richtige Endspiele. Zu Beginn ist ausgerechnet der Tabellenführer und Topfavorit aus Assenheim zu Gast in Kerpen, bevor gegen Bernhardswald und Deggendorf wahre „Vier-Pnkte-Spiele" vor heimischer Kulisse folgen. Den Abschluss bestreiten die Raubfische dann beim HC Merdingen. Wenn es in Kerpen kommende Saison noch Zweitligahockey geben soll, müssen die Barracudas aus diesen Spielen mindestens zwei gewinnen. Allerdings wird dafür eine enorme Leistungssteigerung und eine bessere Einstellung als in den letzten Wochen von Nöten sein.

 

[T. Reinhart]

 
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