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Commanders sitzen Barracudas im Nacken PDF Drucken E-Mail
1. Herren News
Freitag, 25. Juni 2010 um 18:19 Uhr

Das Heimspiel gegen die Commanders Velbert könnte zum Schlüsselspiel werden. Giesen droht frühzeitiges Saisonende

 

Es wird ein Duell zweier Mannschaften, die ein bisschen die Wundertüten der Saison darstellen. Sowohl die SSK Kerpen Barracudas als auch die Commanders Velbert bestachen in dieser Spielzeit besonders durch ihre Unbeständigkeit. Die Barracudas gingen in Heilbronn (14:1) und bei den IVA Rhein Main Patriots (12:3) ordentlich baden, während die Commanders zu hause gegen die Dragons (3:13) und in Merdingen (13:2) nichts zu melden hatten. Dagegen konnte der SSK bei seinem 6:5 Heimsieg gegen Heilbronn und Velbert beim überragenden 5:3 Sieg gegen Assenheim zeigen, dass beide Teams zu mehr in der Lage sind. Denn beide Teams konnten bis dato als einzige die großen Favoriten ärgern. Dementsprechend liegen beide auch in der Tabelle nah beieinander. Die Commanders belegen zwei Punkte hinter dem SSK den siebten Tabellenplatz, während Kerpen auf dem sechsten Rang steht. Wobei die Niederberger drei Spiele weniger auf dem Konto haben, was das Spiel umso mehr zu einem Schlüsselspiel für den SSK macht.

Dabei kann Trainer Solomon Saivanidis drei Reihen aufbieten. Fehlen werden erneut der verletzte Rafael Rutkowski und Jan Körfgen. Wieder dabei sind allerdings Kapitän Mirko Bundt und Stürmer Sandro Kerrutt. Den letzten freien Platz soll ein Spieler aus dem Nachwuchs auffüllen. Eine schlechte Nachricht erreichte Saivanidis unter der Woche von Torhüter Basti Giesen. Der langjährige Rückhalt des SSK leidet an einer Entzündung im Hüftgelenk und wird auf längere Zeit ausfallen. Ob er nach der Sommerpause wieder einsatzfähig ist, wird die Zeit zeigen. Ein herber Rückschlag für die Barracudas in einer wichtigen Phase der Saison. Glücklicherweise verfügen die Barracudas mit Ramian Fathi und Torsten Alzinger über zwei Torhüter, die ihre Zweitligatauglichkeit bereits öfters unter Beweis gestellt haben.

 

Im Gegensatz zur letzten Woche ist fraglich, ob die individuelle Klasse bei den Barracudas ausschlaggebend sein wird. Denn gegen die kompakt auftretenden Velberter wird es vermutlich weitaus schwerer als gegen Bad Friedrichshall. Dazu haben die Gäste in ihren eigenen Reihen mit Spielern wie Kevin Heller, Markus Winzen, Tobias Mazur oder Christopher Pickhardt spielstarke Einzelkönner, die alle über Erstligaerfahrung verfügen. Außerdem spielt dieses Team bereits seit Jahren zusammen.

 

Im letzten Jahr sind die Barracudas zweimal als Sieger aus Duellen mit den Commanders hervorgegangen. Angesichts der Tabellensituation wäre ein ähnlicher Verlauf in dieser Saison wünschenswert. Die Chance dazu hat der SSK innerhalb kürzester Zeit, weil die Raubfische in der nächsten Wochen bereits in Velbert antreten. Um diesen wichtigen Schritt Richtung sicheres Mittelfeld zu schaffen, müssen die Kolpingstädter eine ähnlich beherzte und mannschaftlich geschlossene Leistung wie gegen die Dragons Heilbronn zeigen. Den Anfang wollen die Raubfische am Sonntag um 12 Uhr im Schulzentrum Horrem/Sindorf machen.

 

[T. Reinhart]